20. Dezember 2018 Jörg Müller

Wirtschaftswachstum: Quo vadis?

Nach einer Entspannungsphase mit leicht steigenden Kursen, bröselten die Börsenkurse zum Monatsende November 2018 wieder auf den Ausgangswert ab. Die Verstimmung der Europäischen Union zum Brexit-Vertrag und unversöhnliche Töne aus Italien, nach denen der umstrittene Haushaltsplan nicht geändert werden soll, trugen zur verhaltenen Stimmung bei. Unsicherheit in Bezug auf das Wirtschaftswachstum in verschiedenen Regionen der Welt rundet das Bild ab:

Zum Monatsende wurden dann wenigstens die Äußerungen des amerikanischen Notenbank-Chefs Jerome Powell positiv aufgenommen. Dieser sagte, dass der aktuelle US-Leitzins (2,0 % – 2,25 %) nur etwas unter dem Niveau liegt, welches als neutral angesehen werden kann – und damit das Wirtschaftswachstum weder unterstützt noch belastet. Die konjunkturelle Lage bezeichnete Powell weiterhin als günstig. Marktteilnehmer rechnen zwar weiter mit einer Zinserhöhung im Dezember, halten nun aber eine Zinspause im kommenden Jahr für möglich.

Ungünstig, dass derweil die Euro Zone bereits eine konjunkturelle Abkühlung erlebt. Im 3. Quartal 2018 betrug das Wirtschaftswachstum 0,2%. Im 2. Quartal hatte das Plus noch 0,4% betragen. Kein Wunder, dass die Europäische Zentralbank unverändert betont, die Leitzinsen „mindestens bis zum Sommer 2019“ unverändert zu belassen. Stagnation in Italien – Wirtschaftswachstum von 0,4% in Frankreich und Spanien. Die hiesige Industrie zeigte sich zuletzt auch wieder stärker: Der Auftragseingang September plus 0,3 Prozent gegenüber Vormonat. In der Euro-Zone stagnierte die Arbeitslosenrate bei 8,1%, und lag damit deutlich unter dem Wert des Vorjahresmonats (8,9%). In den USA liegt die Arbeitslosenrate unter 5%, bei einer beachtlichen 3,1% Zunahme der Durchschnittslöhne. In den USA läuft die Berichtssaison zum 3. Quartal. Die operativen Gewinne dürften im Vergleich zum Vorjahr um 27% zulegen, ein Drittel des Gewinnzuwachses resultiert aus den Steuersenkungen. Bislang haben 80% der Unternehmen die Gewinn- und 50% die Umsatzerwartungen übertroffen. In Europa haben 41 Firmen aus dem Stoxx600 Zahlen zum 3. Quartal vorgelegt. Derzeit wird mit einem Gewinnplus gegenüber Vorjahresquartal von rund 13% und einem Umsatzplus von fast 10% gerechnet.

 

Wirtschaftswachstum: Ausblick

Die Risiken für die nächsten Wochen bleiben: Turbulenzen an den Anleihenmärkten aufgrund schlechterer Liquiditätsversorgung durch die Notenbanken – Konjunkturelle Abschwächung des Wirtschaftswachstum in China und Zahlungsbilanzrisiken in Schwellenländern mit hoher Inflation – Schwächere Gewinndynamik der Unternehmen in den kommenden Quartalen – Gefahr eines Handelskrieges zwischen den USA, Europa und China – (hier wissen wir nach dem G20 Gipfel Anfang Dezember hoffentlich mehr, wohin die Entwicklung in Bezug auf das Wirtschaftswachstum geht) – Destabilisierung der Eurozone aufgrund der Ausgabenpolitik der neuen Regierung in Italien. Der College Fonds stieg im November 0,30% an, (ytd. -3,37%) während der DAX 0,3% sank. (DAX ytd. -12,85%) Der S&P500 gewann 1%. Dt. Bundesanleihen, gemessen am RexP-Index legten 0,3% zu.

 

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