21. November 2016 Elmar Konrath

Rückblick wird bestimmt von der Debatte um eine Zinserhöhung

Der Rückblick auf die vergangenen 12 Monate wird –wie bereits im letzten Jahr-dominiert von einer in Nuancen und Variationen wiederkehrenden Debatte um die Notwenigkeit von Zinserhöhung in den USA oder einer Ausweitung der Anleihekäufe in Europa.

Den Status eines Evergreen hat im Finanzsektor die Debatte um eine mögliche Zinserhöhung in den USA schon lange erreicht. Diese Platte wurde im Mai 2013 erstmals vom damaligen Notenbankchef Ben Bernanke aufgelegt, als er sich über ein mögliches Ende der expansiven US-Geldpolitik ausließ. Im Sommer 2013 deutete Ben Bernanke an, dass die US-Notenbank Fed ihr Anleihen Aufkauf- Programm bald reduzieren könne.

Heute ist bekannt, dass diese Sorgen übertrieben waren. Das „Tapering“, also die Reduzierung der Anleihenkäufe, begann erst Anfang 2014 und zog sich bis in den Oktober des gleichen Jahres hin. Der US-Leitzins, die Federal Funds Target Rate, liegt nach einer ersten Anhebung im Dezember 2015 zwischenzeitlich in einer Range von 0,25 bis 0,5 Prozent. Allerdings haben die Federal Reserve und ihre Präsidentin Janet Yellen in den vergangenen Wochen und Monaten die Märkte darauf vorbereitet, dass noch im Verlauf des Jahres 2016 eine weitere Zinserhöhung kommen könnte.

Dass die FED im September beschlossen hat, abzuwarten und die Zinsen nicht zu erhöhen, hat jedoch nicht überrascht. Auch die Begründung für die vorsichtige Haltung, nämlich die aufkommenden globalen Konjunkturunsicherheiten sowie die jüngste Entwicklung an den Finanzmärkten, ist plausibel, nachvollziehbar und zudem konsistent mit früheren Argumenten.

Diese zumindest vorsichtigen Schritte hin zu höheren Zinsen stehen in direktem Gegensatz zur Situation in Europa. Dort war Währungshüter Mario Draghi weit davon entfernt über eine Zinserhöhung nachzudenken.

Die EZB weitete im April 2016 ihr mtl. Käufe von festverzinslichen Wertpapieren nochmals aus. Das Volumen der Anleihekäufe wurde von 60 Milliarden auf 80 Milliarden erhöht. Dafür wurde die Menge der Wertpapiere, welche für die Anleihekäufe in Frage kommen, ebenfalls erweitert: seit April kauft die EZB auch Investment Grade Schuldtitel von Unternehmen.

Parallel erhöhte die EZB die Strafzinsen nochmal s, d.h. der Zins den Geldhäuser für ihre Einlagen auf den Konten bei der Notenbank zahlen müssen, beträgt nun 0,4 Prozent. Flankiert wurde diese Maßnahme von vier neuen mehrjährigen Refinanzierungsgeschäften (TLTRO II), welche aktuell den Geschäftsbanken angeboten werden. Konkret bedeutet dies, dass Banken dafür bezahlt werden, wenn Sie Geld an die Realwirtschaft verleihen, denn Kreditinstitute, welche Ihre Kreditvergabe steigern, können diese dann zu Zins-Konditionen bis in Höhe der Strafzinsen bekommen!

Diese unterschiedliche Vorgehensweise ist vielleicht am ehesten mit der unterschiedlichen Entwicklung der Inflationsraten zu erklären. Während die Euro-Inflationsrate sich seit etlichen Monaten deutlich unterhalb des Zielwertes in Höhe von 2% befindet (im Februar gingen die Preise sogar im Schnitt zurück), hat sich der Preisauftrieb in den USA besonders im August überraschend deutlich verstärkt. Abweichend vom Konsensus lagen die Verbraucherpreis im 1,1% höher als vor einem Jahr.

Beobachten lässt sich diese Entwicklung auch an den Kursen der Aktienindizes. Während in den USA zwischenzeitlich die gängigen und großen Indizes neue Höchststände ausbilden konnten, blieben die europäischen Pendants deutlich zurück. Wobei diese Entwicklung –und dies haben beide Märkte gemein- unter erheblichen Schwankungen und Verwerfungen vonstatten ging.
Womit sich gut der Bogen schlagen lässt zur Brexit- Entscheidung der Briten im Mai 2016. Nachdem sich die Briten entschieden hatten, die Europäische Union zu verlassen, haben die Märkte zuerst heftig reagiert: Das Pfund fiel gegenüber dem US-Dollar zeitweise 10%; auf den tiefsten Stand seit 1985. Die großen Aktienindizes kamen erheblich unter Druck. Dax und Stoxx50 verloren kurzfristig rund zehn Prozent. Zumindest die Verlust der Aktienindizes wurde aber zwischenzeitlich wieder aufgeholt.

Leider hat sich die weltweit angespannte politische Situation ebenfalls im Berichtszeitraum nicht wirklich entspannt. Die Anzahl der Konflikte bzw. die Entwicklung bestehender Krisenherde hat die Volatilität der Börsen ebenfalls erhöht.

In diesem schwierigen Umfeld verzeichnete der Fonds in der Anteilsklasse B einen Kursanstieg von 5,67% und von 5,51% in der Anteilskasse A. Dabei blieben beide Anteilsklassen des College Fonds in Bezug auf die Volatilität aber trotzdem innerhalb unseres Zielkorridors. Die annualisierte Volatilität der Anteilskasse B lag bei von 6,40 % p.a. (Anteilsklasse A bei 6,67%). Dabei konnte das Fondsmanagement den internen Vergleichsindex ((DJ Euro Stoxx 50 TR / iBoxx EUR Corp. 1-15 Yr. TR jeweils 50% Gewichtung ) in Bezug auf beide Größen deutlich hinter sic h lassen:
O.g. Benchmark gewann im Zeitraum „nur“ 4,02 % p.a., wobei die Volatilität allerdings 9,93% p.a. betrug. Somit weist der College Fonds eine solide Outperformance bei deutlich reduziertem Risiko aus.

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