7. Mai 2020 Jörg Müller

Rettungsprogramme helfen der Wirtschaft?

Im März und April folgte eine Hiobsbotschaft der anderen. Der politisch beschlossene Lockdown in vielen Ländern und Städten sowie das Verbot von Personenansammlungen im öffentlichen Raum treffen die Wirtschaft hart. Gestörte Lieferketten und ein in dieser Geschwindigkeit noch nie gesehener Rückgang der Nachfrageseite sind die Konsequenz. Nun gibt es Rettungsprogramme, die dieser Entwicklung entgegen wirken sollen.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA sank im 1. Quartal um 1,2% gegenüber dem Vorquartal – der niedrigste Wert seit 2008. In der Eurozone schrumpfte das BIP im 1. Quartal um 3,8% gegenüber dem Vorquartal – der größte vierteljährliche Rückgang in der Geschichte der Region. Alle Daten zeigen, wie drastisch die Wirtschaftsleistung durch COVID-19 beeinträchtigt wird. Dieses realwirtschaftliche Bild zeigt sich auch in aller Deutlichkeit am Kapitalmarkt. Weltweit sind alle wesentlichen Aktienindizes deutlich in den Minusbereich gerutscht.  Die Volatilität als Gradmesser der Angst steigt auf einen absoluten Höchstwert von zeitweise über 70% an.

Nachdem die Abwärtsbewegung an den Kapitalmärkten im März noch alle Negativrekorde gebrochen hatte, kam es im April zu einer ebenso rekordverdächtigen Gegenbewegung in Form einer Erholungsrally. Auslöser waren unvorstellbare Rettungsprogramme der Staaten und insbesondere der Notenbanken FED und EZB. Laut Beschluss werden „vorübergehend zusätzliche längerfristige Refinanzierungsgeschäfte (LRG) durchgeführt, um für das Finanzsystem des Euro-Währungsgebiets unmittelbar Liquiditätsunterstützung zur Verfügung zu stellen“. Diese sollen der Abmilderung wirtschaftlicher Kollateralschäden dienen.

Sicher ist jedoch, dass eine dauerhafte Belastung bleiben wird, da nicht jedes Unternehmen/jeder Unternehmer werden kann und so eine Umverteilung in der Gesellschaft erfolgen wird. Der globale Shutdown ist ohne Beispiel, und die Regierungen aller Länder werden etwaige Eindämmungsmaßnahmen nur allmählich lockern können, um einen erneuten Anstieg der Infektionsrate zu verhindern. Dies wird im 2. Quartal 2020 wahrscheinlich zu noch schwächeren Wirtschaftsdaten führen und die Regierungen und Zentralbanken weiterhin unter Zugzwang setzen, um notwendige Stützungsimpulse für Firmen und Konjunktur nochmals auszuweiten. Die Volatilität an denFinanzmärkten zeigt nach wie vor höchste Alarmsignale. Entsprechend konnte der Goldpreis im April weiter profitieren und stieg um 3,8% im Monatsverlauf. Der DAX und der S&P500 konnten sich im April um etwa 10% erholen. Der Euro gewann 1% gegenüber USD. Auf der Zinsseite verlor der RexP Index 0,4% und Euro Corporate Bonds stieg 4%. Der College Fonds gewann im April 5,44%.

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