19. Oktober 2018 Jörg Müller

Handelsstreit versus Wachstumserwartung

Handelsstreit USA-China-Europa:

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen im Falle einer Handelsstreit-Eskalation mit den USA mit einer schweren Rezession in Deutschland. In ihrem Herbstgutachten weisen sie zudem auf weitere Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung hin. Vor diesem Hintergrund senken sie ihre Wachstumserwartungen.

Wachstumserwartung

Mit Blick auf die deutsche Wirtschaft rechnen die Experten für 2018 mit einem Anstieg des BIP von nur noch 1,7 Prozent (wohlgemerkt ohne die o.g. Ausweitung eines möglichen Handelstreits). Für nächstes Jahr prognostizieren die Institute ein Plus von 1,9 (bisher: 2,0) Prozent. 2020 soll die Wirtschaft dann noch 1,8 Prozent zulegen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die Zinsen in den USA wirklich noch weiter erhöht werden müssen und ob es zu einer baldigen Trendumkehr sowohl bei den Renditeniveaus wie auch bei den Kreditaufschlägen der Unternehmensanleihen kommt.

Viel hängt vom makroökonomischen Umfeld ab. Insbesondere USD und Euro Unternehmensanleihen geht es noch immer gut. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Einengung der Aufschläge im Kreditmarkt sogar noch weitergehen. Allerdings nimmt die Liquidität bereits ab. Vor allem aufgrund der andauernden Niedrigzinsphase in der Eurozone haben Anleger aus der Not heraus das ein oder andere Mal den Kupon in den Vordergrund gestellt statt auf Bilanzqualität zu achten. Auch in Italien-Staatsanleihen wurde aufgrund der Spreads zu Bunds massiv investiert. Die unerwartet aggressiven Budget Vorschläge der Regierung haben zu einem sprunghaftem Anstieg der Italienischen Renditen auf mittlerweile 3,2% p.a. geführt. Der College Fonds war nie in solche Anleihen investiert.

Zombiefirmen

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) macht in ihrer jüngsten Studie darauf aufmerksam, dass die Anzahl an Zombiefirmen (Firmen die langfristig ihre Zinszahlungen nicht aus laufenden Gewinn bedienen können und deshalb durch immer neue Kredite von Banken künstlich am Leben gehalten werden) massiv zugenommen hat. Die BIS fand heraus, dass innerhalb der vergangenen 30 Jahre der Anteil Zombiefirmen zu gelisteten Unternehmen von 14 Industrieländern von 1 Prozent auf 12 Prozent angestiegen ist. Eine Gemengelage die neben den bekannten Problemen um weitere Anhebung von Zöllen (Stichwort Handelsstreit!) seitens der Trump Administration – Brexit und Ölpreisanstieg die Analysten bewegen dürfte ihre Gewinnschätzungen für 2019 zu überdenken. Die kommende Berichtssaison könnte spannend werden. Wir erwarten daher einen „heißen“ Herbst und halten weiter an unserer Kasse von 10% fest. Daneben sind 8% unserer Aktienquote über Futures abgesichert.

Entwicklung

Der Fonds verlor im September moderate 0,45%, während die Indizes S&P500, Dax und auch Deutsche Bundesanleihen ca. 0,6% verloren.

 

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