12. März 2021 Jörg Müller

Inflation als Schreckensgespenst im Februar 2021

Während die Kapitalmarktstrategen im Vormonat überwiegend disinflatorische Preisentwicklungen erwarteten, war im Februar Inflation das neue Schreckgespenst. Die Zinsbewegungen haben daher im Monatsverlauf auch zu einer deutlich schwachen Performance von US-Staatsanleihen geführt, welche seit Jahresbeginn eine Wertentwicklung von -4,1 % aufweisen. Interessant erscheint dazu die auffällige Short-Positionierung am Markt, die auf einen gewissen Konsens in der Erwartung höherer Renditen hindeutet. In Europa war der Zinsanstieg nicht so heftig – aber mit -1,5 % Performance trotzdem deutlich.

Der Markt preist einen höheren Wachstumstrend ein und Sorgen im Hinblick auf die Pandemie scheinen nachzulassen, da sich das Wachstum der Infektionszahlen weltweit erheblich verlangsamt hat; auch weil Impfstoffe die Infektionen wirksam reduzieren. Für die USA wurde die durchschnittliche BIP-Prognose für 2021 jetzt auf über 6 % angehoben. Derzeit wird das Wachstum von MEGA-hohen Fiskalanreizen unterstützt und weitere Impulse über 1,9 Billionen USD will man zusätzlich auf den Weg bringen. Dieser Fiskalimpuls ist ebenso hoch, wie der nach dem Zweiten Weltkrieg, aber wir haben keinen Krieg. Auch die EZB steht weiter auf dem Gaspedal. Niemand will den Aufschwung abwürgen. In diesem Umfeld steigen Risiko- Assets weiter an und Zinspapiere erwirtschaften keine Erträge mehr. Hatten die Notenbanken aufkommende Inflation in früheren Dekaden noch mit Zinserhöhungen abgebremst, wurde aktuell signalisiert, dass man erst viel später gegensteuern möchte. Und gleichzeitig gibt man weiter Gas und kauft massiv Anleihen am Kapitalmarkt auf. Anleger reagieren auf diese Gemengelage mit dem Verkauf von sicheren Staatsanleihen und erhöhen ihre Positionen in Non-Investmentgrade Anleihen, in Rohstoffen und Aktien. Gleichzeitig wurde Gold verkauft.

Risk-Off an allen Fronten? Wir werden sehen. Ein Großteil der Performance könnte schon hinter uns liegen. Und wir beobachten, dass so manche Aktie auch ohne Assets und ohne nennenswerte Umsätze steigt, weil Tippgeber über das Internet schöne Geschichten parat haben. Derzeit erscheinen Wasserstoff, Cannabis und 5G besonders spannend. Bei Kursgewinnverhältnissen von 50-150 und Dividenden von Null, machen wir da nicht mit.
DAX und S&P500 Index kletterten im Januar etwa 1%. Der Euro verlor 0,5% gegenüber USD. Auf der Zinsseite sank der RexP 0,7% und der Euro Corporate Bonds Index 0,6%, während der Goldpreis um 6,25% absackte. Der College Fonds verlor 1,54%. Auf der Portfolioseite wurde die Aktienquote im Februar leicht um 2% gesenkt und beträgt inklusive der Absicherung mittels 7% S&P500 Futures somit 45% vom FV.

 

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