12. Dezember 2019 Jörg Müller

Trotz Risikofaktoren lässt das EKF hoffen

Die Anzeichen der Macroseite deuten auf eine globale Konjunkturschwäche hin, konkurrieren jedoch bereits mit den noch etwas schwachen Signalen, die für eine Stabilisierung in 2020 sprechen. So konnten sich der Einkaufsmanager- und ifo-Geschäftsklimaindex von diesen Tiefständen lösen. Darüber hinaus wird die Wirtschaft weiterhin weltweit durch die globale, extrem expansive Geldpolitik unterstützt. Die US-Wirtschaft ist dabei immernoch der weltweite Wachstumsmotor, der aber an Dynamik verliert. Hier bleibt der Einfluss der Risikofaktoren abzuwarten. Allen voran Donald Trump, zu dem sich die Frage stellt, wie er in 2020 agieren wird und ob ein Impeachment-Verfahren (=Amtsenthebungsverfahren) die Börsen belasten würde. Europa durchläuft eine markante Abschwächung, die insbesondere Deutschland hart trifft. Die GroKo hat das scheinbar noch nicht gemerkt, schließlich wird der deutsche Export noch gesteigert.

Investitionen hingegen werden von deutschen Firmen eher im Ausland getätigt: BMW investiert etwa 14 Milliarden Euro in den USA, VW über 40 Milliarden Euro allein in China, BASF kündigte eine Anhebung der China-Investitionen um 10 Milliarden Euro an. Entscheidend für den weiteren Verlauf sind die Konjunktur in China sowie mögliche Entwicklungen im globalen Handelsstreit. China leidet unter deutlicher Konjunkturschwäche. Bisherige Stimulus-Maßnahmen sind begrenzt und gaben bislang kaum Wachstumsimpulse. Trotz aktueller Deeskalation im US-Handelskrieg bleibt der Ausblick 2020 für China eher schwach. Auch hier zählt die Lage in Hong Kong zu den zusätzlichen Risikofaktoren.

Ein Hoffnungsschimmer kommt vom deutschen Eigenkapitalforum (EKF), welches wir Anfang der Woche in Frankfurt besucht hatten. Es lieferte uns einen Einblick in die Nebenwerte-Szene mit überwiegend positiven Erkenntnissen und Perspektiven für 2020. Vielfach wurde die aktuelle Situation und der Ausblick für 2020 von den Firmen wieder positiver eingeordnet. Vermehrt hervorgehoben wurde, dass man Problemen frühzeitiger und nachhaltiger als in den vergangenen Jahren begegnete.

Diesen positiven Unterton hören wir auch in Gesprächen mit Dax Firmen. Die Gewinnschätzungen für die Unternehmen scheinen aus unserer Sicht inzwischen als weitgehend vorsichtig. Bekannte politische Gefahren, Zollandrohungen und der Brexit sind Hauptgrund für konservative Prognosen, die 2020 aber gelöst sein könnten. Somit gäbe es Spielraum für einen guten Börsenfrühling. Auch die Volatilität an den Finanzmärkten zeigt keine Alarmsignale. Der Goldpreis verlor 2 Prozent im Monatsverlauf während der DAX 2,5 Prozent und der S&P500 3,2 Prozent zulegen konnte. Der Euro konnte 1,2 Prozent gegenüber dem US-Dollar zulegen. Auf der Zinsseite blieb der RexP Index und Euro Corporate Bonds unverändert. Der College Fonds gewann im November 1,32 Prozent und schloss auf neuem All-time-High (=Indexwertrekord).

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