24. März 2016 Jörg Müller

Tresor anschaffen oder Aktien kaufen?

Über die negativen Zinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) klagen Privatkunden, Banken, Versicherer und jetzt auch Firmen. Um die Strafgebühr zu umgehen, greifen manche Anleger zu drastischen Mitteln. So ließ der Vorstandschef der Münchener Rück verlauten, dass der Versicherungskonzern Goldbarren und Bargeld im Millionenwert in Tresoren bunkert, um so mögliche Strafzinsen auf Einlagen bei Banken zu umgehen.

Er sei „in höchstem Maße besorgt“ über die Politik der EZB, begründete von Bomhard den ungewöhnlichen Schritt. Zwar hat sich die Tresor-Variante bei den übrigen Dax-Konzernen noch nicht durchgesetzt, doch auch Privatkunden und Stiftungen suchen seit Monaten nach Möglichkeiten um ihr Erspartes kostengünstiger zu lagern als bei der Bank. Ist denn die Tresorlösung für alle Gelder möglich? Geschätzt 380 Mrd. Euro Kasse haben allein die deutschen Unternehmen bei Banken geparkt. Dazu kommen noch Gelder welche die Deutschen auf Sparbüchern, Giro- und Tagesgeldkonten horten: Nach Angaben der EZB waren es zuletzt etwa 2.000 Milliarden Euro. Erträge fallen da wohl kaum an.

Mit jedem fehlenden Prozent Zins entgehen den Sparern 20 Mrd. Euro jährlich. Für private Haushalte spielt aber oft nicht der Ertrag, sondern das Risiko eine wichtige Rolle bei der Kapitalanlage. Besonders die vergangenen Jahre die von Unsicherheit an den Kapitalmärkten geprägt waren, habe Spuren hinterlassen. Alternativen zum Festgeld wie Anleihen und Aktien gibt es ja genug. Aber trotz hoher Dividenden und gestiegener Kurse ist z.B. der Besitz von Aktien in Deutschland nach wie vor nicht sehr weit verbreitet. Laut des deutschen Aktieninstituts (DAI) hatten 2014 nur 10% der Haushalte direkten Aktienbesitz. Bei den vermögendsten 20% der Verteilung lag der Anteil der Aktienbesitzer mit 32% deutlich höher. Der Anteil der Haushalte, die Fonds besitzen, ist zwischen 2010 und 2014 sogar von 17% auf 13% zurückgegangen.

Das Anlageverhalten der deutschen Haushalte insgesamt kann also immer noch als eher konservativ bezeichnet werden. Den Börsencrash zum Jahresanfang dürften Anleger wohl kaum zum Aufstocken von Aktien und/oder Aktienfonds genutzt haben. Wie denn auch? Der Mainstream wusste von schlimmen wirtschaftlichen Dingen aus China, den Emerging Markets und Europa zu berichten. BREXIT-EXIT-FIXIT lassen Anleger erschaudern (googeln Sie mal alle drei).

Das gesamte Geldvermögen der Deutschen wird auf 5,1 Billionen Euro beziffert. Nur etwa sechs Prozent davon sind in Aktien investiert, neun Prozent in Investmentfonds. Wenn man bedenkt, dass deutsche Aktien (DAX) in den vergangenen 25 Jahren im Schnitt 7,9 Prozent jährlich zulegen konnten -inklusive Dividenden- und deutsche Staatsanleihen (REXP) im Zeitraum durchschnittlich 6,1 Prozent, dann muss sich jeder Anleger die Frage stellen, welche Anlageklasse die aussichtsreichere für die Zukunft ist. Die Renditen dt. Staatsanleihen liegen aktuell bei -0,3% für 5 jährige Anleihen. Die Dividendenrendite des Dax-Index liegt bei 3%. Die Schwankungen an den Börsen werden uns sicherlich in den nächsten Jahren weiter begleiten. Schwankungen bzw. Volatilität mögen Anleger nicht.

Aber eines ist Gewiss: Die Dividenden der Unternehmen sind seit Jahren stabil bis steigend. Auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten wurde Anlegern die Dividende ausgezahlt. Wir empfehlen Ihnen daher keinen Tresor, sondern an schwachen Tagen lieber den Zukauf von Aktienfonds und guten Mischfonds in Erwägung zu ziehen. Die legen ihr Kapital breit gestreut in gute Unternehmen und deren Anleihen an. Bei der Auswahl sind wir Ihnen gerne behilflich.

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