7. Oktober 2017 Elmar Konrath

Rückblick 2017: Zinsen und Inflation

Der Rückblick auf die vergangenen 12 Monate wird –wie bereits in den letzten beiden Jahren-dominiert von einer in Nuancen und Variationen wiederkehrenden Debatte um die Notwenigkeit von weiteren Zinserhöhung in den USA und einer Ausweitung der Anleihekäufe in Europa. Die zur Beurteilung der Lage alles entscheidenden Themenkomplexe sind hierzu Zinsen und Inflation!

Um dies zu verdeutlichen, hier ein kurzer beispielhafter Exkurs zum Thema Arbeitslosigkeit:
Im Juli 2017 lag die Arbeitslosenquote im Euroraum (saisonbereinigt) bei 9,1 Prozent. Damit war sie unverändert gegenüber Juni 2017 und verzeichnete einen Rückgang im Vergleich zu Juli 2016 mit damals 10,0 Prozent. Dies ist weiterhin die niedrigste Quote, die -gemessen seit Februar 2009- im Euroraum verzeichnet wurde. Auch andere volkswirtschaftliche Kennzahlen haben sich im Zeitraum tendenziell verbessert. Insgesamt zeigten die Wachstumsdaten im Euroland nach oben.
Den positiven Entwicklungen stehen schleichende Verschlechterungen im Bereich der Verschuldung gegenüber. Die weltweit steigende Verschuldung trifft dabei sowohl die privaten Haushalte als auch den öffentlichen Sektor. Beispielhaft sei hier die US-amerikanische Schuldenlast genannt: die Staatsverschuldung der USA hat mittlerweile 106,4% des nominellen BIP erreicht, dies entspricht in Europa in etwa dem Niveau von Zypern. Flankiert wird dies durch neue Schulden im privaten Sektor. Laut dem jüngsten Quartalsreport der Federal Reserve Bank of New York stiegen die Schulden der US-amerikanischen Haushalte per Ende März 2017 auf 12,73 Billionen US-Dollar. Die bisherige Höchstmarke von 12,68 Billionen US-Dollar stammt aus dem Jahr 2008.

Die Inflation hat sich in Euroland im Berichtszeitraum leicht erhöht. Im September stieg die Inflation auf 1,8% Prozent an. Damit wurde der Konsensus zum vierten Mal in Folge übertroffen. Leider hat sich die weltweit angespannte politische Situation im Berichtszeitraum auch nicht wirklich entspannt. Die Anzahl der Konflikte bzw. die Entwicklung bestehender Krisenherde hat die Volatilität der Börsen im Zeitraum etwas erhöht. Dabei stand wohl die wichtigste Überraschung am Anfang des Berichtszeitraumes: Donald Trump wurde unerwartet zum 45. Präsident der USA gewählt. Die erste Unsicherheit über den überraschenden Wahlausgang versetzte die Börsen weltweit in helle Aufregung und der Goldpreis stieg stark an. Während der folgenden Tage beruhigte sich das Geschehen, jedoch begann eine Flucht aus dem USD. Dieser verlor im Zeitablauf deutlich gegenüber 80% aller Währungen.
Grund hierfür sieht das FM in verschiedenen Handlungen und Andeutungen des neuen Präsidenten. Einer seiner ersten Amtshandlungen war das Dekret über den US-Austritt aus dem TTP, der Transpazifischen Partnerschaft, gefolgt von der Ankündigung eines tatsächlichen Mauerbaus entlang der Grenze zu Mexiko, für die die Mexikaner zahlen sollten. Damit hatte Trump zeitnah die erste diplomatische Krise heraufbeschworen, denn der mexikanische Staatschef Nieto sagte daraufhin seinen Besuch in Washington ab. Als Reaktion auf die Trumpsche Politik legten die US-Börsen aber eine durchaus beeindruckende Kursrally hin, welche für Euro-Anleger allerdings durch die gegenläufige Entwicklung des US-Dollars fast vollständig kompensiert wurde.

Dem international zu verzeichnenden politischen Rechtsruck stellen sich ab Mitte des Jahres 2017 die Franzosen mit der Wahl von Emmanuel Macron – ehemaliger Banker und ein starker Verfechter von Globalisierung und einem starken Europa- zum Staatspräsidenten entgegen.
Den Abschluss des internationalen Superwahljahres bildete dann die Bundestagswahl in Deutschland mit gemischten Ergebnissen. Dem Wiedereinzug der Liberalen in den Bundestag steht auch ein starke rechtskonservative AfD-Fraktion entgegen.

In diesem schwierigen Umfeld von niedrigen Zinsen, zu geringer Inflation und politischen Widrigkeiten verzeichnete der Fonds in der Anteilsklasse B einen Kursanstieg von 3,05% und von 2,79% in der Anteilskasse A. Dabei blieben beide Anteilsklassen in Bezug auf die Volatilität aber trotzdem deutlich innerhalb unseres Zielkorridors. Die annualisierte Volatilität der Anteilskasse B lag bei von 4,65 % p.a. (Anteilsklasse A bei 4,53%). [siehe auch CF-Faktenblatt zum 07.10.2017]

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