10. September 2014 Jörg Müller

College Fonds B: Vermögensverwaltung nach klaren Regeln

Von Tobias M. Karow

Die Asset Allocation, also die Verteilung des Vermögens, ist zu mehr als 90% ausschlaggebend für den Anlageerfolg. Es ist also wichtiger, beispielsweise eine Aktie zur richtigen Zeit zu besitzen statt zur falschen diese oder jene Aktie zu besitzen. Diesem Schema folgen auch die großen Eliteuniversitäten in ihrer Vermögensverwaltung sehr erfolgreich, was wiederum die beiden Subberater des College Fonds, Jörg Müller und Elmar Konrath, inspirierte, sich in ihrer Anlagepolitik daran zu orientieren. Der College Fonds ist nun ein vermögensverwaltender Mischfonds, dessen Investmentprozess mit klaren Regeln und Obergrenzen gesteuert wird.

Mindestens 20% deutsche Staatsanleihen
Die Gewichtung deutscher Staatsanleihen soll mindestens 20% des Fondsvolumens betragen. Daneben können bis zu 20% des Fondsvolumens in Unternehmensanleihen auf Euro oder US-Dollar lautend investiert werden. Die Aktiengewichtung soll mindestens 30% und maximal 70% des Fondsvolumens betragen, im Mittel jedoch 50%. Es werden namhafte Einzeltitel überwiegend aus den etablierten Universen DAX, Dow Jones, Euro Stoxx 50 und MDAX mit möglichst geringer Volatilität bevorzugt. Dabei wird eine Gleichgewichtung der Aktien angestrebt. Ziel soll sein, Vermögenswerte zu schaffen und trotzdem liquide zu bleiben. „Nach geltender Forschung erwirtschaften Aktien mit weniger Risiko höhere Renditen. Diese Anomalie, welche als Low-Volatility-Effekt bezeichnet wird, wollen wir im Fonds nutzen.“, erklärt Jörg Müller. Die möglichen Gründe und wissenschaftlichen Erklärungsversuche für dieses Phänomen werden von den Machern hinter dem College Fonds auch in Form eines Blogs regelmäßig aufbereitet.

Regelmäßiges Rebalancing
Auch physisches Gold wird zur Risikodiversifikation eingesetzt. Um unvorhergesehene Marktsituationen abzufedern, ist ein quantitativer Prozess installiert worden. Mit Stop-Loss Marken werden Untergrenzen für alle Wertpapiere definiert, um eine höchstmögliche Verlustgrenze zu festzulegen. Ein regelmäßiges Rebalancing der Allokation im College Fonds gewährleistet zudem, dass an der Aufteilung der Vermögenswerte aktiv gearbeitet wird. Jörg Müller erklärt es so: „Gut gelaufene Aktien und Anleihen werden auf diese Weise regelmäßig niedriger gewichtet, günstige Titel dagegen höher. Das macht den Fonds unempfindlicher für Marktschocks.“ Zusatzerträge sollen ferner in geringem Umfang durch das Schreiben von gedeckten Optionen erfolgen. Der vermögensverwaltende Ansatz wird also gezielt um bestimmte Instrumente erweitert bzw. akzentuiert.

3% Ausschüttung p.a. als Ziel
Ganz aktuell werden im College Fonds 48% Anleihen gehalten, aufgeteilt auf ausgesuchte Unternehmens- und Staatsanleihen. Dazu stehen 36% Aktien, 2% Gold und 14% Kasse in den Büchern. „Die Kasse wird in den nächsten Rückgang hinein an den Aktienmärkten investiert, sollte also beispielsweise der DAX einmal unter 9.200 Zähler rutschen.“ Alternativ könnten auch lang laufende Bundesanleihen veroptioniert werden, sollte der Rentenmarkt aufgrund der guten Konjunkturdaten aus den USA schwächer tendieren. Gleichwohl gehören Anleihen ins Depot des College Fonds, da Müller rund 3% an Ausschüttungen an Stiftungen weitergeben möchte.

College Fonds B
ISIN: LU0373376259
WKN: HAFX3B
Typ: vermögensverwaltend
Auflagedatum: Juli 2008
Volumen: 6 Mio. EUR

,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Vor Betrachtung der von Ihnen gewünschten Seite, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Ihr Vertragspartner die BN & Partners Capital AG ist. Bitte lesen und akzeptieren Sie unten stehenden Hinweis.

Haftungshinweis:
Die Anlageberatung nach § 1 Abs. 1a Nr. 1 a KWG und die Anlagevermittlung nach § 1 Abs. 1a Nr. 1 KWG  erfolgen im Auftrag, im Namen, für Rechnung und unter der Haftung des da für verantwortlichen Haftungsträgers BN & Partners Capital AG, Steinstraße 33, 50374 Erftstadt, nach § 2 Abs. 10 KWG. Die BN & Partners Capital AG verfügt über entsprechende Erlaubnisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.